Fastenzeit

By in Anekdoten on 7. März 2014
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In den vergangenen Tagen haben mich immer wieder Freunde gefragt: „Weiß Du noch, was gestern Abend passiert ist? Wie ich nach Hause gekommen bin? Wie heißt der mit dem Hasenkostüm? Wo wohnt die mit dem Pandaohren?“

Ich schließe nicht aus, dass ich auch eine dieser Fragen gestellt habe. Es wird Zeit, eine kleine Pause einzulegen.

Jetzt werden einige Leute sagen: Typisch Rheinland, Karneval mal wieder über die Stränge geschlagen. Wer das ernsthaft denkt, der ist entweder tatsächlich ein Asket oder ein unverschämter Heuchler.

Diese Fragen bekommt man ständig gestellt; überall wo Alkohol getrunken wird, da schlagen die Menschen auch regelmäßig über die Stränge.

Mich macht das nachdenklich. Nicht weil der Rausch verwerflich ist, sondern weil der Genuss auf der Strecke bleibt. Um was geht es beim Weintrinken, wenn nicht um Genuss? Aber Wein ist auch was emotionales. Und im Exzess droht diese Emotion verloren zu gehen.

Ich werde daher die nächsten Wochen Alkohol fasten. Ich möchte meine Sinne reinigen und wieder schärfen, die Ruhe wiederfinden, den Willen stärken. Und mich dann wieder dem Genuss maßvoll hingeben.

Andere Jahre habe ich Fleisch und Schokolade gefastet; Dinge, die ich auch sehr begehre. Dieses Jahr kommt Wein hinzu, Gin und das Herrengedeck.

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