Ja, richtig gelesen. Schaumwein, aus England. Aus England.

Was man auf so einer Messe wie die Prowein alles erlebt. Ich habe es vergangenes Jahr schon probiert, ich musste dieses Mal wieder zum Stand von “Welcome to England”. Welche eine Freude. Viele Leute bleiben stehen und schauen als ob sie gerade ein Ufo gesehen hätten.

Weinland England. Das ist wie ein Monty-Python-Sketch. Klingt absurd – es schmeckt aber. Dieser Schaumwein zum Beispiel (oben), ein feiner Blanc de Blancs 2009, großartige mineralische Nase, leichte Zitrusfrüchte. Ich war begeistert. Einen Brut Reserve 2009 gibt es auch.

So eine Pulle ist nicht ganz billig – unter 30 Pfund bekommt man keine Gusbourne-Flasche. Immerhin darf man dann einen Schaumwein Méthode Anglaise (!) in den Händen halten.

Eine junge Dame, die neben mir ein Glas hielt sagte: “Das hätte ich den Engländern nicht zugetraut”. Was hätte bloß Napoleon dazu gesagt?

Foto 24.03.14 17 32 34

Bei Sekt und Champagner überspielt die Optik in vielen Fällen leider sehr erfolgreich ein banales oder gar enttäuschendes Geschmackserlebnis. Stuart Pigott, FAZ

Am Fuße des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig haben wir angestossen. 

Geldermann, Carte Blanche. Sekt aus Breisach am Rhein, Deutschland. Traditionelle Flaschengärung. Vielleicht ein gutes Beispiel dafür, wie lecker Sekt sein kann: In der Nase reife Birnen, auf der Zunge Harmonie und ausgewogene Aromen, im Abgang Wohlsein. Richtig lecker.

 

Crémant et Aspérule de la Vallé de Munster Bio, 4,90 euro – Zimt-Nase, süße Gewürze im Mund, Spekulatius vielleicht, lieblich – mein erster Crémant.